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Badminton - allgemein

Wissenswertes über Badmintonschläger und Federbälle

Die Form eines Badmintonschlägers gleicht der eines Tennisschlägers und ist immer rund oval. Badmintonschläger haben jedoch eine dünnere und einfachere Form. Er ist ca. 60-80 cm lang. Ein Badmintonschläger besteht grundsätzlich aus einem Rahmen mit Saiten (Kopf), einem Schaft und einem Griff mit Griffband.

Die Schläger wiegen zwischen ca. 80 bis 120 g, je nach Material und Bauart. Inzwischen sind die Schläger durch verschiedene Hersteller weiter entwickelt und zu Hightech-Sportgeräten getrimmt worden. Der Rahmen kann je nach Preiskategorie aus verschiedenen hochwertigen Materialien bestehen. Hier eine kleine Aufstellung inkl. der Eigenschaften.

Kevlar ® höchster Zerreißwiderstand, sehr hohe Festigkeit, hohe Schlagfestigkeit, gute Schwingungsdämpfung, gute Haltbarkeit
Carbon sehr leicht, extreme Stabilität und Flexibilität
Graphit sehr leicht, sehr hohe Festigkeit
Fiberglas sehr flexibel, leicht, trotzdem stabil
Stahl hohe Festigkeit aber schwer
Titan hohe Festigkeit und geringes Gewicht
Boron synthetische Faser, leicht, hohe Zerreißkraft
Magan ®Beryllium sehr leicht, hohe Reißfestigkeit, elastisch

Auch die Rahmenbauweise variert je nach Hersteller sehr stark. Die unterschiedlichen Bauweisen beeinflussen die Stabilität der Schläger. Im Produktkatalog wird immer die Flexibilität angegeben. Der Schläger kann hart (sehr fest), mittel flexibel oder flexibel sein. Je flexibler der Schläger, desto mehr federt er nach und ist schonender für den Arm, jedoch nimmt auch die Schlaggenauigkeit ab. Daher bevorzugen Profispieler meist die sehr harten Schläger, um präzise spielen zu können. Einige Anbieter stellen "super harte" Schläger her. Im Hobby- und Anfängerbereich reicht hingegen ein flexibler Schläger aus. Es gibt auch spezielle Anti Torrison Schläger, welche gegen den Tennisarm vorbeugen.

Je nach Bauart gibt es Schläger die kopflastig bzw. grifflastig sind, d.h. der Schwerpunkt des Schlägergewichtes liegt oben in Rahmen/ Kopf bzw. unten im Griff. Einige Modelle besitzen ein ausgewogenes Gewicht, nämlich eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Der Gewichtsschwerpunkt wird noch mit der Unterscheidung von "leicht kopflastig" bzw. "grifflastig" definiert. Einige Hersteller sprechen auch von der Balance eines Schlägers: die Stelle, wo der Schläger sich in einer Ebene ausbalanciert. Ihr könnt den Mittelpunkt des Schlägers ausfindig machen, indem ihr ihm auf der Hand ausbalanciert.

Schläger werden bespannt oder unbespannt verkauft. Im Anfängerbereich werden meist einfache, kostengünstige Saiten aus Kunststoff verwendet. Für eine bessere Ballkontrolle und längere Haltbarkeit verwenden Fortgeschrittene und Profis die teureren Naturdarmsaiten oder mehrfach geflochtene Kunststoffsaiten. Die Badmintonschläger sind unterschiedlich hart bespannt. Der Hersteller gibt die Besaitungsspannung als Zugbelastung an, welche im Schnitt ca. 7 - 13 kg ist. Je höher die Zuglast, desto härter der Schläger. Dies ermöglicht ein agressiveres Spiel. Aufgrund der ovalen Form des Schlägerkopfes werden die Längssaiten etwas härter als die Quersaiten bespannt (0,5 - 1 kg).

Das Griffband dient zum Vermeiden von Blasen an den Händen, zur Dämpfung des Stoßes, zur Schweißabsorbtion und natürlich für einen optimalen Grip. Die Hersteller bieten Griffbänder in vielen Farben und Qualitäten an. Jedoch könnt Ihr das Band einfach selbst wechseln. Bei den oberen Preisklassen werden verschiedene Griffgrößen angeboten.

Günstige Einsteigermodelle liegen bei ca. 40 - 60 EUR, für Fortgeschrittene bei ca. 80 - 100 EUR. Die Profischläger beginnen bei ca. 150 EUR und es sind keine Grenzen nach oben gesetzt.

Federbälle
Es gibt Federbälle aus Kunststoff und Naturfedern. Die Naturfederbälle bestehen aus einem Korkkopf, der meist mit 16 Federn (Gans oder Ente) bestückt ist. Naturfederbälle sind meist etwas schwerer als Kunststoffbälle. Ihren Einsatz finden Sie eher im Wettkampf und Tunierbereich. Die Naturfederbälle werden mit der Hand gefertigt und sind dadurch kostenintensiver. Sie haben stabilere Flugeigenschaften durch die Anordnung der Federn. Die Naturfederbälle reagieren auf Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit und werden in Ihren Flugeigenschaften beeinflußt. Die Hersteller bieten die Bälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten an. Durch leichtes nach Außen bzw. Innen biegen der Federspitzen, kann die Geschwindigkeit verändert werden. D.h. bei nach außen gebogenen Federn ist der Ball langsamer wegen des höheren Luftwiderstandes. Sind die Federn nach innen gebogen, ist der Ball schneller und fliegt weiter. Der Nachteil bei Naturfedern ist, dass diese relativ schnell brechen und der Ball nicht mehr sauber kontrolliert fliegt.

Die Kunststoffbälle hingegen bestehen aus einem Korkenkopf und einem Kunststofffederkranz. Sie werden hauptsächlich im Freizeit - und Hobbysportbereich eingesetzt. Sie werden in verschiedenen Geschwindigkeiten angeboten (rot=schnell, blau=mittel, grün=langsam). Ein Verändern der Geschwindigkeit ist aufgrund des weichen Kunststoffes nicht möglich.

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